02. Februar 2021 Ostern in Kärnten

Kategorie: Sommer Winter


Eine Zeit voller Bräuche, Riten und Traditionen: Die Osterzeit und besonders die Woche vor Ostern, die Karwoche, ist in Kärnten eine geschäftige Zeit.

Ostern in Kärnten

 

Ostern in Kärnten

Eine Zeit voller Bräuche, Riten und Traditionen: Die Osterzeit und besonders die Woche vor Ostern, die Karwoche, ist in Kärnten eine geschäftige Zeit. Alle freuen sich schon auf das kommende Fest und stecken in den Vorbereitungen für eine köstliche und reichhaltige Osterjause. Alles hat so seine Zeit und jeder Handgriff sitzt: Schon mit den österlichen Traditionen aufgewachsen, kennt jede Kärntnerin und jeder Kärntner den genauen Ablauf und jeder hat so seine Aufgabe.

Osterbräuche

Alles beginnt am Palmsonntag, dem Sonntag vor Ostern. Da werden von den Kindern sogenannte „Palmbesen“ – zu Sträußen gebundene Zweige mit Palmkätzchen, behängt mit Süßigkeiten und Salzbrezeln – zur Segnung in die Kirche getragen. Sie sollen Unheil und Krankheiten vom Haus fernhalten.

Spinat, Spiegelei und Rösterdäpfel: Grün ist die Farbe, die am Gründonnerstag das traditionelle Mittagessen dominiert. Abends läuten die Kirchenglocken nach der Messe zum letzten Mal, ehe sie dann „nach Rom fliegen“ und für drei Tage verstummen. Still wird es in den Dörfern deshalb aber trotzdem nicht, denn anstelle des Glockengeläuts treten die hölzernen Ratschen. Vor allem am Karfreitag bei den Prozessionen vernimmt man ihren unverkennbaren Klang. Ihre Wichtigkeit für Kärnten spiegelt sich auch in der Aufnahme in das immaterielle Kulturerbe der UNESCO wider.

Traditionelle Genüsse

Nun aber zum Wichtigsten: der Osterjause. Ihre Vorbereitung nimmt am meisten Zeit in Anspruch, denn die vielen Köstlichkeiten müssen schließlich erst gebacken, gekocht oder geselcht werden. Nicht zu vergessen das Eierfärben. Die Tische biegen sich am Ostersonntag, es wird reichlich aufgetischt: geselchter Schinken, gekochte Selchwürste, Mohnbutter, bunte Ostereier, der frisch geriebene Kren, der nicht fehlen darf, und vielerlei mehr. Und natürlich der Reindling. Er ist der Star am Jausentisch. Oft sind es Familienrezepte, die von Generation zu Generation weitergereicht werden, die jedem Reindling einen eigenen, unverkennbaren Geschmack verleihen.

Süß und salzig

Aber, was ist ein Reindling überhaupt? Er ist die süße Basis, die Grundlage, jeder Osterjause. Gebacken aus einem süßen Germteig und gefüllt mit Rosinen und Walnüssen. Seinen Namen hat er von der Backform, in der gebacken wird: dem Reindl. Was sich jetzt einfach anhört, hat in der Zubereitung so seine Tücken, denn zum Backen eines Reindlings braucht man etwas Zeit. Der Germteig muss lange genug rasten können, damit am Ende ein luftiger Reindling entsteht. Natürlich haben auch wir unser eigenes Rezept, das wir Ihnen vielleicht einmal verraten, damit auch Sie sich ein Stück Kärnten nach Hause holen können. Bei der Jause dient der Reindling meist als süßer Kontrast zum Schinken. Die Vermischung von süß und salzig ist typisch für Kärnten.

Viel Platz für den Osterhasen

Natürlich gehört für alle Kinder – und alle Junggebliebenen – noch eine ganz bestimmte Sache zu Ostern: die Osternestersuche. Dank der südlichen Lage ist bei uns meist schon der Frühling eingekehrt und der Osterhase kann seine Nester schon draußen im Garten verstecken. Auch bei uns kommt er jedes Jahr vorbei und findet reichlich Platz und Verstecke in unserem Garten. Über Ihre Hilfe beim Suchen freuen wir uns deshalb schon. Freilich gibt es rund um das Osterfest in Kärnten noch viel mehr zu entdecken und zu erfahren. Mehr darüber erzählen wir Ihnen gerne bei Ihrem nächsten Besuch. Vielleicht haben Sie ja auch jetzt schon Lust bekommen, Ihr Osterfest mit uns zu feiern. Dann können Sie die vielen Bräuche und Traditionen hautnah bei uns am Familiengut miterleben.

Herzlichst

Ihre Familie Sigun, Barbara und Adi Burgstaller

 

Gutes für zu Hause:

Barbara Burgstallers Reindling

Barbara Burgstallers Mohnbutter

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